Geschrieben von Selerant EHS on 30/04/2020

HazCom 2012 und CLP: GHS-Konformität und „building blocks approach“Das global harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) ist ein von den Vereinten Nationen entwickelter Standard zur Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien weltweit.

Als internationales freiwilliges System ist GHS in keinem Land rechtsverbindlich. Daher müssen die Länder, die es verabschieden, ihre eigenen Vorschriften oder Standards erlassen, um die GHS-Kriterien und -Bestimmungen umzusetzen.

In den Vereinigten Staaten folgt das Management von Fragen im Zusammenhang mit der Einstufung, Kennzeichnung und Erstellung von Sicherheitsdatenblättern den in 29 CFR 1910.1200 enthaltenen Leitlinien. Dieses Regelwerk wurde 2012 veröffentlicht und ist als HazCom 2012 oder GHS USA bekannt. Es enthält alle Regeln für die Berechnung von Einstufung, Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt gemäß den von der OSHA (Occupational Safety and Health Administration) übernommenen Kriterien.

In Europa hingegen sind Einstufung und Kennzeichnung sowie die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern in unterschiedlichen Vorschriften festgelegt. Die Verordnung mit den Einstufungs- und Kennzeichnungskriterien lautet (EU) 1272/2008, auch bekannt als CLP-Verordnung, kurz: CLP, oder GHS EU, während die Erstellung der Sicherheitsdatenblätter der Verordnung (EU) 830/2015 folgt.

CLP und HazCom 2012 in der Praxis

Seit 2003 haben sich viele Nationen nach Veröffentlichung der ersten Ausgabe des GHS für das harmonisierte GHS-Klassifizierungssystem entschieden, das einen Bausteinansatz (building block approach) erlaubt.

Dank dessen können die Nationen frei entscheiden, welche Elemente verwendet werden sollen.

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das Fehlen der 4. Kategorie brennbarer Flüssigkeiten im CLP, die in der US-Verordnung enthalten ist. Die CLP-Verordnung implementiert stattdessen die meisten Kategorien von Umweltgefahren, die stattdessen in der Hazcom 2012 komplett fehlen.

Ein weiterer Unterschied, der die US-Verordnung betrifft, betrifft Abschnitt 15 des Sicherheitsdatenblatts, in dem alle Referenzen im Zusammenhang mit verschiedenen Bundes- und Landesvorschriften wie California Proposition 65, Pennsylvania RTK, EPCRA und TSCA Inventory angegeben werden müssen.

Es kann auch ein spezifisches Layout für das Sicherheitsdatenblatt und das Etikett festgelegt werden, das die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Länder enthalten kann. Tatsächlich ist es üblich, auf dem amerikanischen Label weit verbreitete Standards wie HMIS und NFPA zu finden.

Die Lösung in der Praxis

Selerant-Lösungen erleichtern die modulare Verwaltung von GHS für verschiedene Weltregionen, sodass Sie das Sicherheitsdatenblatt gemäß der aktuellen Zielvorschrift berechnen und ausstellen können.

Neben der Bereitstellung von Berechnungs-Engines und Modellen für die SDS-Generierung gibt es eine Reihe von Paketen und Datenquellen (DSR und Datenpaket), damit Sie diese einfacher verwalten können.

Um alle verfügbaren Lösungen für Hazex Professional, Hazex Corporate, Devex und GSM NAV zu erfahren, wenden Sie sich bitte an unseren Kundendienst unter EU-customer-service@selerant.com.

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Themen: GHS-Konformität, Blog, Environmental Health & Safety

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